Maultaschen-Restaurants (2/50): Wielandshöhe in Stuttgart


Maultaschen-Restaurants (2/50): Wielandshöhe in Stuttgart

Wir waren bei Vincent Klink zum Maultaschenessen. Dem Vincent Klink. Häuptlich Sitting Küchenbull ist Kult, hat einen Chef-Ruf wie Donnerhall – weit über die Schwabenmetropole hinaus. Der geistreiche Vielschreiber, TV-Koch, Querkopf, Genussmensch und Spitzenkoch begeistert schon seit Jahrzehnten seine Jünger und Gäste. Vor kurzem auch uns.

Wir waren wegen seiner Maultaschen in die vielfach ausgezeichnete Wielandshöhe gekommen, haben uns aber natürlich auch noch Haupt- und Nachspeisen gegönnt. Das muss einfach sein, wenn man mal bei einem derart profilierten und außergewöhnlichen Schwabenmeister zu Gast ist. Im Übrigen hat es einen besonderen Reiz in einem Gourmettempel, wenn der Koch dieselben Initialen hat: Ich durfte mit einem VK-Silberbesteck dinieren.

Feine Adresse
Feine Adresse

Das Maultäschle

Wir lieben Vincent Klink allein schon, weil er große Sätze über Maultaschen rausgehauen hat. Unter anderem diesen: „Maultasche muss Maultasche bleiben und da gehört kein Lachs oder sonstiger Zeitgeist hinein.“ Daraus spricht eine große Seelenverwandtheit, daher haben wir diese Haltung auch seit zwei Jahren auf unserer kleinen Website verewigt.

Edle Präsentation im Spitzenrestaurant
Edle Präsentation im Spitzenrestaurant

Die Erwartungslatte lag hoch. Und was sollen wir sagen: Der Meister der Schwabenköche hat sie locker übersprungen. Konsistenz, Geschmack, Teig – alles herrausragend. Nur die Größe … ha no, des isch hald a Mauldäschle, aber koi Mauldascha. Fesche 16 Euro für das exkusite Teil sind ein wahrlich stolzer Preis – aber jeden Cent wert. Man darf nicht vergessen: das Ambiente, die Boullion, der Blick in den Stuttgarter Talkessel – das ist alles super-premium.

Großartiges Maultäschle bei Vincent Klink
Großartiges Maultäschle bei Vincent Klink
Fein und wertvoll - fürwahr
Fein und wertvoll – fürwahr

Das Extra-Maultäschle

Mir war eine Maultasche nicht genug, also habe ich eine zweite nachbestellt. Die kam dann auch nach kurzer Zeit – in Verbindung mit zwei Überraschungen. Die Erste: Es kam nicht nochmal eine in perfekter Ochenboullion in der Suppenschale, sondern eine geschmälzte Maultasche in einem Gusseisen-Töpfchen. Zweite Surprise: die nachgereichte Köstlichkeit stand am Ende nicht auf der Rechnung! (Ich hoffe, es war kein Versehen, denn sonst schulde ich Familie Klink 16 Euro.)

Geschmälzte Maultasche
Geschmälzte Maultasche

Wunderschönes Ambiente

Rundherum war es ein unvergesslicher Besuch bei einem großen Könner. Außerdem: Die Weinempfehlung des Sommeliers war eine Granate.

Spitzenwein aus dem Remstal
Spitzenwein aus dem Remstal
Tomahawk Schweinekotlett von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Tomahawk Schweinekotlett von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten

 

Herrliche Hanglage der Wielandshöhe

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