Hinter unseren Maultaschen steckt mehr als eine gute Füllung. Bei uns steckt dahinter auch die Frage: Woher kommt das Fleisch? Das Rindfleisch für unsere Oma Lisbeths Maultaschen kommt vom Biohof Pfeiffer. Es ist nach der Tierwohl-Lupe mit Stufe 10 zertifiziert, der höchstmöglichen Stufe. Hier erzählen wir euch, was hinter dieser Zahl steckt.
Besuch bei Familie Pfeiffer – und bei Rindern, die ihrem Bauern entgegenlaufen
Deshalb bin ich nach Burgstetten gefahren. Das liegt nur ein paar Kilometer entfernt von meiner Heimatstadt Winnenden, im Rems-Murr-Kreis. Bei meinem Besuch wollte ich sehen, wie ökologische Rinderhaltung funktioniert. Und vor allem: mit den Menschen sprechen, die dafür verantwortlich sind.

160 Rinder – und viel Platz für Bewegung
Familie Pfeiffer hält rund 160 Rinder der Rasse Limousin: Mutterkühe, Kälber, Rinder und Bullen. Die Mutterkuh-Haltung ist die natürlichste Form der Rinderhaltung.
Eine Herde lebt am Stall des Aussiedlerhofes. Die Rinder haben freien Auslauf, halten sich nach Belieben innen oder außen auf. Zum Grasen gehen sie auf die riesige „Joggingweide“ – das nennt man wirklich so im Bio-Landwirtschaft-Expertenjargon.


Die Weide an der Murr
Die zweite Herde verbringt den ganzen Sommer auf einer großen Weide in einem benachbarten Tal. Mitten hindurch fließt die Murr. Alte Bäume spenden Schatten, Wasser ist vorhanden, saftiges Gras sowieso.
Als wir diese Weide betreten, kommen die Rinder auf Herrn Pfeiffer zu. Sie umringen ihn. Nicht hektisch. Ganz unaufgeregt. Man spürt: Hier kennt man sich.


Tierwohl ist keine Checkliste
Das zarte und schmackhafte Rindfleisch für unsere Herrgottsbscheißerle liefern Färsen – weibliche Tiere, die noch nicht gekalbt haben. Bedingt durch das langsame Wachstum bei der Weidehaltung entwickeln sie sehr viel feinere Fleischfasern. Durch die Einlagerung von feinen Fettadern im Muskelfleisch bleibt das Fleisch saftig und entwickelt ein intensives Aroma.
Nach 24 bis 28 Monaten erreichen die Färsen ihre Schlachtreife. Sie werden auf dem Hof geschlachtet.
Das klingt zunächst unspektakulär. Ist es aber nicht.
Denn für ein Rind bedeutet der Transport zum Schlachthof Stress. Gerade dann, wenn es sein ganzes Leben in einer vertrauten Herde verbracht hat. Die Hofschlachtung ermöglicht hier einen maximal stressarmen Ablauf.
„Natürlich ist das aufwendiger als konventionelle Haltung. Mehr Arbeit, mehr Fläche, mehr Verantwortung. Aber man macht es so, weil man es so machen will“, betont Bernd Pfeiffer.
Ich finde, genau da beginnt Tierwohl. Nicht bei einem schönen Werbesatz, sondern bei der Haltung der Menschen, die Tiere halten.

Zertifizierte Fleischqualität
Wir haben uns bei Oma Lisbeth bewusst für hochwertiges, zertifiziertes Rindfleisch entschieden. Nicht, weil „Premium“ auf der Verpackung gut klingt. Sondern weil uns wichtig ist, zu wissen, wo unser Fleisch herkommt und vor allem, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

Handwerkliche Herstellung
Hergestellt werden unsere Maultaschen bei der Metzgerei Häfele, einer Familienmetzgerei seit 1954. Dort trifft das Rindfleisch von Familie Pfeiffer auf handwerkliche Verarbeitung und unser Familienrezept.
So entsteht eine kleine Wertschöpfungskette, bei der alle profitieren: Landwirt. Metzger. Maultasche. Genießer.
Übrigens: Wenn bei Bernd Pfeiffer Maultaschen auf den Tisch kommen, „dann am liebsten geröstet, ohne Ei“.


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