Maultaschen Restaurants (8): die Scheuer in Hofheim


Maultaschen Restaurants (8): die Scheuer in Hofheim

In Hessen gibt es nur wenige empfehlenswerte Restaurants mit eigener Maultaschenherstellung. Die Scheuer in Hofheim, zwischen Wiesbaden und Frankfurt gelegen, gehört zu den rühmlichen Ausnahmen. Und was für eine Ausnahme!

Ein Schwabe in Hessen

Ralph Stöckle, der Inhaber, Küchenmeister, Gastgeber, Kochbuchsammler, Jäger, Feinschmecker ist in der Tat vieles, aber vor allem ist er Schwabe. Aus Crailsheim an der Jagst stammend, absolvierte er seine ersten Lehrjahre in Murrhardt im schwäbischen Wald.

Heute gehört das Restaurant Die Scheuer, das er in der zweiten Generation mit seiner Frau führt, zu den besten Adressen im Taunus. Christiane Stöckle verantwortet souverän den Service in dem zweigeschossigen Feinkostrestaurant. Die beiden machen das herzlich, leidenschaftlich, qualitätsfokussiert. Ergebnis: An der Tür des altehrwürdigen Gebäudes hängen Empfehlungsschilder von Michelin, Schlemmer-Atlas, Gault Millau, Varta-Führer.

Küchenmeister Ralph Stöckle in seinem Element

Mauldascha wie dahoim

Seine Maultaschen sind richtige Maultaschen. Alles selbstgemacht, gewickelt, gekocht. Selbst der Teig kommt aus eigener Herstellung. Das Grundrezept für den Nudelteig stammt aus einem Kochbuch von 1904, dass er noch etwas verfeinert hat, wie er sagt. Man kann ihm in solchen Dingen vertrauen!

Große schwäbische Klassiker

Die Familie Stöckl variiert das kulinarische Angebot am laufenden Band. Die großen schwäbischen Klassiker wie Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit Mauldäschle, Saure Kutteln oder ein gebratenes Kalbsbries finden sich manchmal auf der Karte – aber nicht immer. Man braucht entweder Glück, oder sollte vorher anrufen.

Schwäbischer Rostbraten mit Maultasche
Köstliche Maultaschen in der Scheuer
Schwäbischer Klassiker: Kalbsbries

Beste Fleischqualität

Alles Fleischliche, also auch die Maultaschenfüllung, muss höchsten Qualitätskriterien entsprechen. Ab und zu gibt es sogar selbst erlegtes Wild vom Hobbyjäger. Seine Haltung zu Fleisch beschreibt Ralph Stöckle so:

Wir verwenden alle Teile des Tieres und bieten Ihnen täglich wechselnd – das Teil oder Stück – das gerade reif ist oder welches aktuell verarbeitet wird. So steht bei uns nicht immer das Filet oder der Rücken auf dem Speiseplan – sondern gerne auch mal die Zunge, die Kutteln, Leber, Herz und Nieren – frei nach dem Motto – „From Nose to Tail“.

Seit 2019 kocht Ralph Stöckle ab und zu auch im HR Fernsehen in der Sendung hallo hessen. Wir dürfen gespannt sein: Vielleicht verrät uns dort auch mal, wie er seine lobenswerten Maultaschen macht.

Alles hat Stil in der Scheuer

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