Manchmal sind es die kleinen Zufälle, die eine Geschichte besonders schön machen. Oma Lisbeth und ich kommen aus Winnenden. Die Metzgerei Häfele auch.
Ich kam dort 1962 zur Welt. Die Häfeles starteten ihr Metzgerhandwerk im Jahr 1954.
Dass der Betrieb, der heute unsere Maultaschen herstellt, aus unserer Heimatstadt kommt, finden wir eine ziemlich schöne Entwicklung.

Familienunternehmen seit 1954

Häfele ist längst kein kleiner Metzgereibetrieb mehr. 19 Fachgeschäfte und 4 Markthallen im Großraum Stuttgart, Esslingen, Heilbronn gehören aktuell zum Familienunternehmen. Und trotzdem ist vieles geblieben, was für echtes Metzgerhandwerk entscheidend ist: eigene Schlachtung, eigene Verarbeitung und vor allem die jahrzehntelange Erfahrung.

Metzgerei Häfele
Die Anfänge in Winnenden

Eine Metzgerei mit eigener Schlachtung

Die eigene Schlachtung findet in Auenstein bei Ilsfeld statt (Landkreis Heilbronn). Das ist heute tatsächlich etwas Besonderes. Immer weniger Metzgereien schlachten ihre Tiere noch selbst. Häfele tut es – mit eigenem Personal und eigener Infrastruktur.

Unsere Maultaschen werden seit Ende 2025 am Produktionsstandort der Metzgerei Häfele in Bietigheim-Bissingen hergestellt (Landkreis Ludwigsburg).

Eine Maultasche verzeiht nicht viel

Eine richtig gute Maultasche entsteht bei einem scheinbar ziemlich einfachen Prozess: Teig, Füllung, Wicklung, Form, Kessel. Fertig.

Aber bis dahin kann einiges schiefgehen.

Die Füllung kann zu fest sein. Oder zu weich. Der Teig kann zu dick werden. Die Maultasche kann beim Garen aufgehen. Die Temperatur kann nicht stimmen. Und plötzlich ist aus dem schönen schwäbischen Täschle etwas geworden, das zwar irgendwie nach Maultasche aussieht, aber eben nicht so schmeckt.

Exzellente Maultaschen sind kein Zufallsprodukt.

Dafür braucht es Menschen, die ihr Handwerk verstehen. Menschen mit Erfahrung, Gefühl für Zutaten und einem ziemlich guten Auge dafür, wann etwas stimmt – und wann eben nicht.

Familienmetzgerei Häfele
Werner Häfele (Mitte) mit seiner Frau Margit mit den Söhnen Max, Peter, Armin (von links)

Handwerk, das man schmecken kann

Klassische Maultaschen werden bei Häfele in vielen einzelnen Arbeitsschritten hergestellt. Vieles davon braucht Hände, Erfahrung und Routine.

Und dann kommt der Kessel.

Unsere Fleischmaultaschen werden im offenen Kessel gegart. Das klingt unspektakulär. Ist es aber nicht. Vielmehr ist es ein Qualitätsfaktor, den man sieht und schmeckt. Dieses Verfahren gehört für mich zum Charakter einer Original Schwäbischen Maultasche – und wird heute längst nicht mehr überall so praktiziert.

Vielleicht ist genau das der Punkt: Schwäbisches Kulturgut lebt nicht davon, dass man nur darüber redet.

Man muss es tun. Immer wieder. Mit Sorgfalt. Mit Erfahrung. Und mit Menschen, die wissen, was sie da tun.

Genau dafür steht Häfele.

Tradition kann ziemlich modern sein

Bei aller Liebe zum traditionellen Metzgerhandwerk: Häfele ist alles andere als ein Betrieb, der in der Vergangenheit stehen geblieben ist.

Das zeigt sich zum Beispiel an der Fleisch-Boutique am Bubenbad in Stuttgart-Ost. Sichtbeton, Designermöbel, ein großer Reifeschrank für Dry-Aged-Fleisch und ein Küchenchef, der direkt im Laden täglich frisch kocht. Das sieht nicht nach einer Metzgerei aus, wie man sie vielleicht noch aus seiner Kindheit kennt. Und genau das ist der Punkt: Hier wird klassisches Metzgerhandwerk in die heutige Zeit übersetzt.

Und genau diese Haltung passt auch zu unserem Maultaschen-Projekt. Denn auch eine Maultasche ist kein Museumsstück. Ja, sie ist schwäbisches Kulturgut – aber ein Kulturgut darf nicht statisch verharren, sondern muss lebendig bleiben. Es geht darum, das Gute von früher mit dem Können und den Ideen von heute weiterzuentwickeln.

Genau das haben wir mit Häfele bei unserer vegetarischen Gemüse-Maultasche gemacht. Unsere Rezeptur – in der ausschließlich regionaltypische, schwäbische Gemüsesorten zum Einsatz kommen – haben wir gemeinsam verfeinert und daran getüftelt, bis alles gepasst hat. Sie wird ebenfalls konsequent handwerklich hergestellt.

Partnerschaft Metzgerei Häfele
Treffen mit Geschäftsführer Peter Häfele

Peter Häfele und die nächste Generation

Die Bereiche Schlachtung und Herstellung werden von Peter Häfele verantwortet. Als einer von vier Söhnen von Werner und Margit Häfele stieg er 2014 in die Geschäftsleitung ein. Zusammen mit seinen Brüdern Armin und Max repräsentiert er die dritte Generation der Familienmetzgerei. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er die Abläufe rund um Fertigung, Verpackung und Logistik unserer Maultaschen.

Übrigens: Mit Amos Häfele ist bereits die vierte Generation bei den Häfeles in der Firma tätig.

Metzgerei Häfele
Amos Häfele – die vierte Generation arbeitet schon mit

Das passt ziemlich gut zu unserer eigenen Geschichte: Auch bei Oma Lisbeths Maultaschen geht es um etwas, das weitergegeben wird über Generationen. Unser Familienrezept. Und die handwerklichen Fertigkeiten, die es dafür braucht. Und die Überzeugung, dass gutes Essen nicht irgendwo entsteht, sondern durch Menschen, die ihre Traditionen leben.

Vom Landwirt über den Metzger bis ins Täschle

Ein entscheidender Grund für unsere Zusammenarbeit mit Häfele ist die enge Verbindung des Unternehmens zu regionalen Landwirten. Das gilt auch für die beiden Höfe, von denen das Fleisch für unsere Maultaschen kommt.

Das Schweinefleisch für Oma Lisbeths Maultaschen kommt vom Jennerhof in Erdmannhausen. Das Rindfleisch vom Biohof Pfeiffer aus Burgstetten. Mit beiden Höfen arbeitet Häfele seit Jahren eng zusammen. Beide sind nach der Tierwohl-Lupe mit Stufe 10 zertifiziert, der höchstmöglichen Stufe.

Zertifiziertes Fleisch für Oma Lisbeths Maultaschen
Wir verwenden nur zertifiziertes Fleisch mit Tierwohl-Stufe 10

Damit beginnt die Geschichte unserer Maultaschen nicht erst bei Häfele. Sie beginnt auf diesen Bauernhöfen. Von dort geht es zum Metzger, wo das Fleisch verarbeitet wird, und schließlich in unsere Maultaschen.

Rindfleisch für Oma Lisbeths Maultaschen
Bernd Pfeiffer vom Biohof Pfeiffer – inmitten seiner Limousin-Herde
Jennerhof Premium Schweinefleisch
Familie Jenner betreibt den Jennerhof bereits in der 13. Generation

Kurze Wege, bekannte Partner und eine Herkunft, die sich nachvollziehen lässt.

So schaffen wir gemeinsam eine transparente, regionale Wertschöpfungskette und verbinden regionale Herkunft, Tierwohl und Metzgerhandwerk mit unseren Familienrezepten.

Und das alles angereichert mit einer kleinen Portion Winnenden. Meiner Heimat.

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In unseren Maultaschen steckt Schweinefleisch mit Tierwohl-Lupe Stufe 10
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