Viva la France trifft auf Heilig‘s Blechle


Viva la France trifft auf Heilig‘s Blechle

Der Abend war „ein Kracher“, so einer der Gäste. Das Genießer-Restaurant Die Scheuer war ausgebucht. 40 Feinschmecker kamen zum 5. Face to Face nach Hofheim im Taunus. Ein Gast sogar extra aus Stuttgart. Angekündigt war: FRANKREICH meets SCHWABEN (Details). Und die beiden Gastköche – ich einer davon – lieferten „au Point“.

Apéritif: französisch / Amuse Gueule: schwäbisch

Bei herrlich lauen Temperaturen wurde der Apéritif, ein Kir Breton, im Freien serviert. Das  Amuse Gueule durfte ich beisteuern und schwäbisch interpretieren. Daraus wurde dann – frei übersetzt – a Gosch voll Mauldascha. Zusammen mit Küchenchef Ralph Stöckle servierten wir frische handgefertigte heiße  Oma Lisbeths Maultaschen direkt aus dem Küchentopf. Frischer geht nicht.

Vorspeise fast fertig

Kreative Rheinüberquerungen

Dann ging es rein in die gute Stube an die liebevoll und edel von Christiane Stöckle eingedeckten Tische. Kaum platzgenommen, servierte das flinke Kellnerteam das Amuse Bouche „surprise“: Eine feine kleine Fingerfood-Quiche „Le ciel et la terre“ (gefüllt mit Blutwurst, Apfel, Süßkartoffel). Diese französische Kreation verdanken die Gäste meiner Mitstreiterin und Hobby-Profi-Köchin Monika Ceglarz. Es sollte nicht die letzte französische Moni-Back-Kreation des Abends bleiben.

An der Menüfolge wurde im Vorfeld viel getüftelt. Linksrheinisch wurde kombiniert mit rechtsrheinisch – und umgekehrt. Ein stimmiger Riesling aus Obersulm schmeichelte der provenzalischen Tarte Pissaladière. Kross gebratene Streifen von der schwäbische Maultaschen mit geschmälzten Zwiebeln sowie Wildkräutersalat und Kartoffelsalat wurden begleitet vom harmonierenden französischen Chardonnay aus dem Languedoc.

Moni macht den Zwischengang

Spätzle et Daube

Gleich zwei Rotweine zur Auswahl gab es zum Hauptgericht – einen Trollinger aus Untertürkheim sowie ein vollmundiges Franzosen-Cuvee mit Grenache und Syrah. Auf dem Teller duftete die hierzulande auf kaum einer Speisekarte angebotene Daube Mont Ventoux – mit handgeschabten schwäbischen Spätzle. Doch welch ein Versäumnis der deutschen Gastronomie! Dieses Schmorgericht mit Lamm-, Rind- und  Schweinefleisch, zubereitet von Ralph und seinem Team, begeisterte alle anwesenden Gaumen.

Dessert trifft auf Nachtisch

Ein weiterer Höhepunkt des perfekten Zusammenspiels französischer und schwäbischer Spezialitäten wurde auf dem Dessertteller serviert: klassischer urschwäbischer Ofenschlupfer und ein unfassbar cremig-wuchtiges Trollingereis konkurrierten mit Creme brulee und Monis unvergleichlicher Tarte au Citron.

Zu guter Letzt – und zum Café – brachte die Küche dann noch Monis handgemachte Maccarons. Ein runder Abschluss für einen wahrhaft gelungenen Abend im Sinne der Völkerverständigung.

  • Vielen Dank, Monika. Das hat richtig viel Spaß gemacht.
  • Danke auch an die Gastgeber Christiane und Ralph sowie an das ganze Küchen- und Serviceteam von Die Scheuer!
  • Danke an alle Gäste, die uns diesen Küchenzauber zutrauten!

Wer beim nächsten Face to Face im Januar dabei sein will, sollte sich der Facebookgruppe anschließen: https://www.facebook.com/groups/1077429102342449

Übrigens: Als quasi internes Motto hatten Moni und ich uns ein Zitat von Enrique Serna zu Herzen genommen 🙂

O Zauber des dicken Beines
von elefantischer Robustheit
das von Fett überquillt!
O göttliche Majestät
des in Gelatine verpackten Schenkels!
Hoch die fettsüchtigen
Verehrerinnen der Nullanstrengung,
sie überlassen die verhassten
Mühen dem Maultier
und essen alles, was den Arsch vergrößert.

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