Geschmälzt

(gschmälzd)

Nein, das ist kein Schreibfehler, sondern bei unserer zweiten Rezeptvariation geht es ums Abschmälzen. Das Küchenlexikon klärt uns auf: „Früher wurde vieles in warmem Schmalz geschwenkt, weil es damals das am häufigsten verwendete Fett in der Küche war. Daher stammt der Begriff Abschmälzen.“

Mehr Geschmack, Nährwerte, Vitamine

Aha. Von Wikipedia erfahren wir noch mehr darüber: „Abschmelzen (Abschmälzen, österr. Abschmalzen) nennt man das Überglänzen oder Anschwenken von bereits garen Speisen, etwa Gemüse oder Nudeln, in Speisefett oder Butter. Es dient der Geschmacksverbesserung, dem appetitlichen Aussehen, erhöht den Nährwert der Speisen und trägt dazu bei, fettlösliche Vitamine zu erschließen.“

Na also: Gute Argumente, die unsere schwäbische Feinschmeckertradition bestätigen, und die für diese genussreiche Art der Maultaschen-Zubereitung sprechen.

Auch zu dieser Variante gehört zwingend Kartoffelsalat. Wahlweise zusätzlich auch noch grüner Salat.

BOLLE VERREIST

Warum Bolle nach Pankow verreiste und nicht nach Stuttgart, ist nicht überliefert. Warum er nach einer Pflanzenart aus der Gattung Allium benannt wurde, ebenso wenig. Fakt ist, dass wir uns jetzt den guten Bolle (oder auch jede andere Küchenzwiebel) vornehmen, um ihn bzw. seine Namensvetterin in nicht zu kleine Stücke zu hacken (sorry, Bolle!), in bester Butter anzubraten, bis sie goldgelb bis zartbräunlich schimmern, um diese herrlich duftenden kross gebratenen Zwiebeln dann über unsere wunderbaren Maultaschen zu geben.

Wer diesen Hochgenuss noch nie probiert hat, hat was verpasst im Leben! Eine wahre Krönung der schwäbischen Maultaschenkultur.

Herrlich geschmälzte Oma Lisbeths Maultaschen

Es gibt 1 Kommentar

Add yours